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Der Naturraum, in dem wir tätig sind

(Quelle: Schützenswerte Lebensräume in Wettenberg)

Lage
 

Das Gebiet der Gemeinde Wettenberg liegt im übergangsbereich zwischen den naturräumlichen Einheiten "Gießener Lahntal" und "Lahn-Dill-Bergland" in Mittelhessen nördlich von Gießen und umfaßt ein Gesamtgebit von ca. 4300 Hektar (ha); die Hälfte dieser Fläche ist von Wald bestanden, ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt, mehr als 4 % der Gemeindefläche sind bebaut, etwa 1 % entfällt auf Wasserflächen.
 

Klima

Klimatisch ist das Gebiet der Gemeinde Wettenberg mit Höhenlagen von etwa 155 bis 350 m ü.d. Meeresspiegel dem Klimabezirk "Lahntal mit Randhöhen" zuzuordnen:
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 7,5 bis 8,5 °C, der mittlere Jährliche Niederschlag beträgt 630 bis 670 mm mit der größten Niederschlagsmenge im Juli; die Vegetationsdauer beläuft sich auf 200 - 220 Tage.
 

Geologie
 

Geologisch gehört der nördliche Teil der Gemarkung zum "Rheinischen Schiefergebirge" mit seinen Gesteinen vornehmlich aus dem Erdaltertum vor mehr als 250 bis 400 Millionen Jahren:
Hauptsächlich Grauwacke, Ton- und Kieselschiefer sowie Diabase bilden den Untergrund; allerdings kommen auch jüngere Basalte vor. Der südliche Teil ist gekennzeichnet durch eiszeitliche Ablagerungen von Flußterrassenschottern und Löß vor weniger als einer Million Jahre. Allerdings lag unser Gebiet immer außerhalb des Vereisungsraumes. Außerdem gibt es noch jüngere Talfüllungen in der Lahnaue und im Bereich der Talweitungen im Unterlauf der Bäche.
 

Böden
 

Die Böden sind geprägt in erster Linie durch den geologischen Untergrund, die Oberflächengestalt und vor allem durch wechselnde Löß- und Lößlehmanteile unterschiedlicher Mächtigkeit. Die flachgründigen Böden sind meistens Wald-, seltener der Grünlandnutzung vorbehalten; die tiefgründigeren Böden werden hauptsächlich ackerbaulich genutzt; allerdings finden wir auch unter Wald des öfteren tiefgründige Lößlehme. Während die Wasserversorgung der flachgründigen Standorte als ungünstig einzustufen ist, weisen die tiefgründigen lößlehmhaltigen Böden gute Wasser- und Nährstoffverhältnisse auf, sind aber in Hanglage sehr erosionsanfällig. Auf den verebneten Hochflächen, insbesondere unter Wald, haben sich vereinzelt staunasse Böden entwickelt. Die fruchtbarsten Böden finden wir in den breiten Talabschnitten der Bäche und in der Lahnaue.